Über mich

Jahrgang 1970, Aufgewachsenin einer Bauernschaft am  Südrand des Teutoburger Waldes zwischen Osnabrück und Münster habe ich schon in meiner Jugend viel und leidenschaftlich fotografiert. Umgebung prägt, und so lag auch damals ein Fokus auf Landschaften, Vögel und Insekten, natürlich analog und daher sparsamer mit dem Rohmaterial. 

Mit dem Abitur und den Umzug nach Bremen wurden vermehrt andere Sachen wichtiger, obwohl ich auch das Bremer Umland mit den vielen Wiesen und Mooren genossen habe. Zu der Zeit aber ohne Kamera. Das änderte sich auch noch nicht wieder als ich 1999 nach Berlin gezogen bin.

Es dauerte weitere 15 Jahre bis mich die Faszination der Natur- und Vogelfotografie wieder in Bann gezogen hat. Diesmal verbunden mit einer stetig größer werdenden Begeisterung und hoffentlich auch einem wachsenden Verständnis für die Avifaunistik, also welche Vogelarten in jeweiligen Regionen vorkommen.

Konkreter Auslöser war im Sommer 2017 die Suche nach Singschwänen im schwedischen Nationalpark Muddus. Die Suche blieb nach einer intensiven Wanderung flussaufwärts durch den Wald nach dem beeindruckenden Wasserfall auf der sumpfigen und mückenbelasteten Hochebene förmlich stecken. Beeindruckt von der unberührten Natur, aber enttäuscht über den fehlenden Gesang der Schwäne, haben wir später herausgefunden, dass Singschwäne zu Tausenden in Brandenburg überwintern. Förmlich vor der Haustür also. Die bekannten Kranichzüge in Linum kannte ich schon, aber die Singschwäne in Brandenburg waren mir bis dahin verborgen geblieben.

So haben wir seit diesem Urlaub  immer wieder konkrete Ziele für Ausflüge in Berlin, Brandenburg,  Heimatbesuchen zwischen dem niedersächsischen Bergland und der Westfälischen Bucht und Ollis schwäbischer Heimat: Moore, Feuchtwiesen, alte Buchenwälder, Kalkmagerrasen, Sand- und Heidelandschaften,  unbegradigte oder renaturierte Bäche und Flüsse. Hier finden wir noch Vögel, Pflanzen und Insekten, die es in der Fläche so gar nicht mehr gibt. 

In der Vorbereitung der Touren, während dieser und der digitalen Aufarbeitung der Fotos tauche ich ab und vergesse den beruflichen Alltag. Ich mag meinen Job an der Schnittstelle von sozialer Arbeit, Empowerment und Unterstützung für vulnerable Gruppen wie Menschen mit HIV, queere Geflüchtete und internationale Kooperationen mit queeren Aktivist:inen und Organisationen sehr. Durch das Hobby hier habe ich den perfekten Ausgleich gefunden.

 

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